Schlagwort: EU-Migration

  • Nur ein zusammenhängendes Jahr Beschäftigung zählt wahrt Arbeitnehmerstatus

    Nur ein zusammenhängendes Jahr Beschäftigung zählt wahrt Arbeitnehmerstatus

    Das Bundessozialgericht (BSG) hat am 7. Oktober entschieden, dass die Arbeitnehmereigenschaft von EU-Bürger*innen nur dann nach dem Jobverlust erhalten bleibt, wenn sie zuvor mindestens ein Jahr am Stück durchgängig beschäftigt waren. Ausgehend vom EuGH-Urteil 12.3.2026 (C-477/24, Deldwyn) änderte damit seine bisherige Rechtsprechung, wonach auch mehrere Beschäftigungen, die sich zusammen auf mindestens ein Jahr ausreichen, selbst…

  • Arbeitsunfähiger EU-Bürger kann Grundsicherung erhalten

    Arbeitsunfähiger EU-Bürger kann Grundsicherung erhalten

    Ein EU-Bürger, der nach einem schweren Unfall seinen bisherigen Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben kann, verliert nicht automatisch den Zugang zur Grundsicherung. Ein Beschluss des Landessozialgerichts Baden-Württemberg zeigt, dass bereits ein vorheriger zweijähriger Aufenthalt zusammen mit weiteren Voraussetzungen ein Daueraufenthaltsrecht begründen kann. Der Fall betrifft einen bulgarischen Arbeitnehmer, der zuletzt als Maler und zuvor bei…

  • Kritik am „Aktionsplan Sozialleistungsmissbrauch“

    Kritik am „Aktionsplan Sozialleistungsmissbrauch“

    Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe kritisiert den „Aktionsplan“ der Bundesregierung „gegen Sozialleistungsmissbrauch“. Sie warnt, dass er vor allem Menschen trifft, die seit Jahren hier leben, und die Situation wohnungsloser Unionsbürger*innen verschlimmert. Zudem verkennt der Plan die strukturelle Benachteiligung, insbesondere von Roma* aus Rumänien und Bulgarien.

  • ERRC-Artikel zur Ausgrenzung von EU-Bürger*innen

    ERRC-Artikel zur Ausgrenzung von EU-Bürger*innen

    Joachim Krauß von der BAG Wohnungslosenhilfe fasst Praxis und Diskurse rund um die sozialrechtliche Ausgrenzung von EU-Bürger*innen und die Problematisierung von Zuwanderung von Roma* aus südosteuropäischen EU-Staaten zusammen.

  • Hilfe für Unionsbürger*innen in sozialen Notlagen

    Hilfe für Unionsbürger*innen in sozialen Notlagen

    Ein ausführliches Positionspapier der BAG Wohnungslosenhilfe zeigte die Defizite bei der Durchsetzung der Rechte vulnerabler EU-Bürger*innen auf und richtet Forderungen an die Verantwortlichen.

  • Jobcenter Stuttgart weist Rechtsbruch an

    Jobcenter Stuttgart weist Rechtsbruch an

    Das Jobcenter Stuttgart weist seine Mitarbeiter*innen an, unter Missachtung der Rechtsprechung der Landes- und des Bundessozialgerichts und des EuGH EU-Bürger*innen den Arbeitnehmer*innenstatus zu verweigern und Sozialleistungen vorzuenthalten.

  • Deutschland treibt Ausgrenzung von EU-Bürger*innen voran

    Deutschland treibt Ausgrenzung von EU-Bürger*innen voran

    Deutschland verschärft die soziale Auslese und Ausgrenzung von EU-Bürger*innen in prekären Lebenslagen. Beratungsstellen sollten sich schon darauf einstellen, rechtliche Unterstützung betroffener Personen zu leisten.

  • Wer betrügt hier wen?

    Wer betrügt hier wen?

    Wenn es um „bandenmäßigen Betrug“ im Zusammenhang mit der EU-Freizügigkeit geht, dann richtet sich der Verdacht auf Menschen aus Rumänien und Bulgarien im Allgemeinen und Roma* im Besonderen. Die Behörden konzentrieren sich auf eine vermeintliche Missbrauchswelle, während Arbeitgeber und Vermieter ungestraft bleiben. Medien tragen zur Stigmatisierung bei und verstärkt Diskriminierung.