Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe kritisiert in einer Pressemitteilung den „Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch“ der Bundesregierung. Sie warnt, dass die vorgesehenen Verschärfungen nicht den organisierten Missbrauch treffen werden, sondern Menschen, die seit Jahren in Deutschland leben, arbeiten oder arbeitsuchend sind – und die ohnehin prekäre Lage wohnungsloser Unionsbürgerinnen weiter verschärfen wird. Zudem weist die BAG darauf hin, dass der Aktionsplan mit Schlagwörtern wie „Südosteuropa“ und sogenannte Schrottimmobilien arbeitet. Damit werden in der Praxis überproportional die Gruppe der Roma aus Rumänien und Bulgarien zum Problem erklärt. Dabei ist deren strukturelle Benachteiligung eine Form von Rassismus ist, die in der öffentlichen Debatte zu oft unbenannt bleibt.

